Mittwoch, 19. Dezember 2012

Kindersklaven für Fashion Kleider - Sumangali


Heute möchte ich ein eigentlich sehr emotionales Thema: Kinderarbeit verbunden mit Sklavenarbeit ansprechen. Die Ausbeutung von Kindern heißen die wenigsten gut, man spricht sich eigentlich sogar dagegen aus. Leider bleibt es oftmals aber auch dabei. Aus Unwissenheit bzw. mangelnden Informationen die Hersteller und Händler preisgeben.


Sumangali Indien
Sumangali in Indien (Fashion-Kleidung.blogspot.de)


In diesem Blogpost möchte ich deshalb das Sumangali Prinzip vorstellen. Sumangali ein in Indien praktiziertes  Prinzip der Kinderarbeit. Zwar ist diese Form von Beschäftigung, von Entlohnung kann man oftmals gar nicht sprechen, auch in Indien verboten, gemacht wird es trotzdem. Und das auch für deutsche Kunden.


Wie funktioniert das Sumangali Prinzip?

Sumangali heißt soviel wie glückliche Braut. man schürt bei den ärmsten der armen Hoffnung auf die Erfüllung eines menschenwürdigen Wohlstandes. "Agenturen" besuchen die Slums und überreden die Eltern ihre Kinder in die Obhut einer Firma zu geben. Klar denkt man erst einmal, wer gibt denn seine Kinder freiwillig her? Wir müssen uns aber auch keine Gedanken darüber machen ob wir morgen noch genug zu essen haben werden.... :-(
Folgendes Video beschreibt das Sumangali Prinzip und nennt dabei unter anderem 2 große Hersteller von Textilien. Darunter sri saravana und kbr. Große Textilketten wie z.B. C&A kauften dort ein. Aber auch bei allen anderen Textilketten kann, sofern sie die Produktionskette nicht transparent veröffentlicht und auch überprüft werden kann man davon ausgehen das diese auch vom Sumangali Prinzip profitieren.




Wir können mit unserer Kaufentscheidung wählen ob wir diese Praktiken unterstützen möchten oder nicht.  (greenpeace hat hier ein paar Aspekte zusammen gestellt wie nachhaltige Kleidung erkannt werden kann: ökologische Kleidung)

Was denkst du über diese Praktiken?

Kommentare:

  1. sehr traurig, danke fürs teilen ... hofentlich wird es durch das bekanntwerden durch den druck der westlichen konsumenten auf die ladenketten beendet ...

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  2. danke dass du das erläuterst!
    ich finde es auch wichtig sich über so etwas gedanken zu machen :)
    ich hoffe dass sich bald etwas ändert!
    alles liebe
    allie

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  3. Sagt dir Taize was?
    In Rom war ein europäisches Jugendtreffen, auf dem dritten Bild war eine Andacht mit dem Papst und alle Leute hatten diese Kerzen in die Luft gehalten, es sah wundervoll aus :)
    Liebe Grüße
    Allie

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  4. Danke für die Info zu meiner Frage auf deinem Blog :-)
    Ja schön ausgesehen hat dies auf jeden Fall, wobei weiter wird meine Begeisterung nicht reichen. ...bin kein großer Freund von Religionen (nicht verwechseln mit Glaube und Spiritualität)

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  5. Sehr gut, dass du das Thema mal ansprichts. Ich finde es auch sehr traurig, aber leider weiß man oft gar nicht, welche Kleiderfirmen Kinderarbeit betreiben.

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    1. Danke, ja stimmt. Was man aber kann, ist bewusst die Firmen meiden bei denen man solche Praktiken vermuten kann/muss. Verschiedene Zertifikate bieten mittlerweile ja einen relativ guten Überblick welche Kleidung frei von solchen und anderen grausamen Methoden ist. Wer in großen Modeketten einkauft kann mit nahezu 100% Sicherheit wissen, dass durch seinen Kauf menschenunwürdige Methoden gefördert werden.

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  6. Antworten
    1. stimmt, muss es ja aber nicht bleiben ;-)

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    2. Diese Labels sind fast jedem bekannt. Aber wie bekommen wir es hin, dass die klassischen Bekleidungsläden nur noch solche ethisch einwandfreien Kleidungsstücke einkaufen, die aber auch noch den Geschmack der Kunden treffen.

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    3. ...hmmm warm soll das den überhaupt nötig sein? Wenn ich weiß das die klassischen Bekleidungsläden sich für nachhaltige Produktion nur insoweit interessieren, dass es ihr Image aufbessert, kaufe ich dort einfach nicht ein. Es gibt ja genug Alternativen auf die zurück gegriffen werden kann ohne größere Einbuße in der Optik machen zu müssen. Auch da ist mittlerweile eigentlich für jeden etwas dabei. :-)

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    4. Ja hier auf folgender Webseite findest du eine ganze Reihe an Shops: http://www.streamorganic.com/index.php/mode-textil-a-schuhe-usermenu-67/damen-a-herren-usermenu-417.html

      Aber auch auf den dort aufgezählten Produkten sollte man sich immer noch mal ein wenig über die Herstellung informieren.

      Bei Zeiten wird es hier auf Fashion-Kleidung Tipps geben auf was beim kauf geachtet werden muss und wo tatsächlich nachhaltig produzierte Produkte zu finden sind. Aber ich hoffe der link hilft dir schon mal weiter

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  7. klar ist es harte realität,aber trotzdem finde ich es ziemlich traurig das kleine kinder so hart arbeiten müssen!
    &da sagen bei uns schon manche 'man ey wir habens echt nicht leicht!!!' ... leute! wir haben luxus im gegensatz zu ihnen.. stellt euch doch mal vor,wie es uns gehen würde wenn wir als 5 jährige schon arbeiten müssten?!

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  8. Freut mich, dass du bei meiner Blogvorstellung teilnehmen möchtest, aber ich kann dich nicht unter meinen Lesern finden ...

    LG Lea

    Mein Blog

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    1. ja stimmt, ich konnte auf deiner Seite leider keinen follow button oder ähnliches finden.
      Hättest du vllt. einen link für mich?

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  9. ich finde es richtig richtig gut dass ein blogger endlich mal dieses thema anspricht. alle reden über fashioon, luis vouitton und sonstige aber keiner schreibt über die herkunft unserer kleidung. klar man soll deshalb nicht nackt auf die strasse rennen, aber man sollte kritisch sein und nicht jeden billig-sch*** den es grad bei primark oder osco gibt kaufen, nur weil man unbedingt was neues haben will!
    ich mag deinen blog und folge dir jetzt über blogconnect! viel erfolg und alles gute im neuen jahr!
    xoxo
    Gracia von http://gracias-photodiary.blogspot.de/

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    1. Danke für deinen netten Kommentar :-)
      Und ja stimmt primark und Co. sollte man besser meiden. Wobei man dazu sagen muss, dass auch die vermeintlich besseren Produkte in anderen Läden nicht gerade einen großen Wert auf nachhaltige Herstellung, dazu gehört auch Kinderarbeit, legen.

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    2. ...ah dir natürlich auch viel Erfolg und alles Gute im neuen Jahr :-)

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  10. ist echt krass & gut das du drüber bloggst :)

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  11. Ich kaufe öfter mal im Fairtradeladen, hoffentlich steckt da dann nicht so eine unschöne Geschichte hinter den Sachen...

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  12. Echt eine rührende Story, man sollte wirklich bewusst mit diesem Thema umgehen! Toller Beitrag
    Liebst, Patricia

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  13. Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag. Mit solchen Posts leistet ihr wirklich hervorragende Arbeit gegen Ausbeutung und Kinderarbeit. Dass Firmen mit "Billigkleidung" mieserable Arbeitsbedingungen haben und oft Kinder bei der Herstellung der Produkte einsetzen, wird ja immer bekannte - oder sollte zumindest den meisten bewusst sein, denn wie sonst, lässt sich eine Jeans für 5€ produzieren außer durch Ausbeutung und schlechte Arbeitsbedingungen? Hier kann man denke ich als Konsument darüber nachdenken, ob es dabei nicht sinnvoller ist, ein paar Euros mehr auszugeben, um zu hoffen, dass die Firmen ihren Mitarbeitern bessere Arbeitsbedingungen zumuten. Allerdings wäre es schön zu wissen, dass "höhere Kosten für Klamotten" gleichbedeutend ist mit "bessere Arbeitsbedingungen, keine Ausbeutung und keine Kinderarbeit". Doch leider ist dies ja nicht der Fall. Selbst bei namhaften, teuren Marken kommt immer wieder heraus, wie "dreckig" diese produzieren, wie Mitarbeiter ausgebeutet werden und wie schlecht Arbeitsbedingungen sein können - oder eben dass Kinder eingesetzt werden.
    Durch Informationsseiten wie die eure, kann man hierüber informieren und vielleicht auf Dauer Druck machen, dass mehr aufgedeckt wird und vor allem die Situation verbessert wird. Doch die Frage hier ist natürlich: Inwiefern tut sich wirklich etwas? Berichte gibt es auch im öffentlich-rechtlichen TV vielfach, doch scheint das nur wenig zu bringen - kurz gerät die Firma in Verruf, doch letztlich kaufen die Leute weiterhin dort ein, weil Firmen, die tatsächlich nachweislich "sauber" und "fair" produzieren einfach zu wenig existieren, bzw. andere Firmen vermutlich nicht anders arbeiten als jene, deren "Probleme" aufgedeckt werden. Ich sage nur IT oder Handy... Ich habe mich da mal kundig gemacht, ob es überhaupt eine Firma gibt, die Smartphones herstellt und keinen Dreck am Stecken hat. Aber egal, wie viel Geld man ausgibt, selbst so "tolle" Unternehmen wie Apple und Samsung beuten ihre Mitarbeiter aus und haben miserable Arbeitsbedingungen...
    Da kann man wohl nur hoffen, dass Pressedruck ein wenig hilft und Situationen wie diese verbessert... denn alles kriegt man nun auch nicht im Fair-Trade-Laden zu kaufen ^^

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    1. danke für deinen tollen Kommentar. :-)
      Dem kann fast nichts mehr ergänzt werden. Was ich aber vor kurzem entdeckt habe ist ein Handy/Smartphone das tatsächlich (möglichst) fair produziert werden soll. Einen kleinen Artikel dazu habe ich hier veröffentlicht:
      fairphone - das erste fair produzierte smartphone

      Leider gibts steht das handy noch nicht zum Verkauf, aber es ist wohl schon mal ein Schritt in die richtige Richtung. Und auch die Berichte im öffentlich rechtlichen bewirken, glaube ich, eine ganze Menge. Lediglich das Ergebnis zeigt sich zeitlich stark verschoben, was zum einen am mangeldem Angebot liegen mang, zum anderem aber auch an dem typischen Schwarmverhalten in jeder Gesellschaft à la "was die Mehrheit macht ist in Ordnung".
      Die Vergleichsweise schlechte Einschaltquoten tiefgründigeren Berichten erledigen den Rest.

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  14. Hallo Paul, vielen Dank für Deinen Kommentar. Ich mache eigentlich keine Werbung für C&A und Ernstings Family. Seit dem Bericht habe ich keinen Fuß mehr in diese Läden gesetzt. Die alten Posts zu C&A wollte ich nicht löschen. Ich hab bis zu diesem Zeitpunkt dort eingekauft, das kann ich nicht leugnen und ich finde es zeigt auch, dass es sich immer wieder lohnt seine Verhaltensweisen zu überdenken und daraus zu lernen.

    Liebe Grüße und weiter so!
    Karo

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    1. Oki, das hört sich vernünftig an :-)
      ...leider endet die Ausbeutung nicht bei C&A und Ernsings Family.(z.B. H&M, Zara....)
      Bei Zeiten werde ich mal zu all den anderen Firmen ein wenig recherchieren und nach und nach ein Profil für jede erstellen.

      lg Paul

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